Du stellst an einem Kabelzug 40 kg ein und an einem anderen ebenfalls 40 kg. Die Belastung fühlt sich unterschiedlich an. Bevor du dein Trainingsprotokoll umschreibst, prüfe die Übersetzung und den Zugpunkt, den du verwendest.
Die Gewichtsangabe am Gewichtsblock ist nützlich, um dein Training mit derselben Gerätekonfiguration über die Zeit zu verfolgen. Für einen direkten Vergleich verschiedener Kabelzugsysteme ist sie weniger geeignet. Hier erfährst du, wie du die technischen Angaben liest und ein verlässliches Trainingsprotokoll führst.
Was 1:1 und 2:1 bedeuten
Nach der in den folgenden Beispielen verwendeten Konvention entspricht der nominelle Widerstand am Griff bei einem 1:1-System der gewählten Masse am Gewichtsblock. Bei einem 2:1-System beträgt der Widerstand an einem Griff ungefähr die Hälfte, und der Griff legt den doppelten Weg des Gewichtsblocks zurück. Diese Verhältnisse sind idealisiert; Reibung und die Konstruktion des Geräts beeinflussen, was du spürst. Quelle: REPs Erklärung der Übersetzungen am Kabelzug.
| Angegebenes System | Nomineller Widerstand an einem Griff | Griffweg bei 10 cm Hub des Gewichtsblocks |
|---|---|---|
| 1:1 | Entspricht 40 kg | 10 cm |
| 2:1 | Entspricht 20 kg | 20 cm |
Die Tabelle erklärt ein Verhältnis, kein Kalibrierungsverfahren. Prüfe, ob dein Gerät die Masse am Gewichtsblock oder den effektiven Widerstand angibt, und lies nach, wie der Hersteller die Übersetzung definiert. Halbiere keine Angabe, die bereits den Widerstand am Griff bezeichnet.
Prüfe den Zugpunkt, auch am selben ATLETICA-Rack
Für die hier verlinkte Konfiguration des R8 Bradley Medium sind zwei Gewichtsblöcke mit je 95 kg und eine Übersetzung von 2:1 angegeben. Auf der Produktseite des R7 EVO Fighter unterscheidet ATLETICA zwischen den beiden Kabelzügen mit 2:1-Übersetzung und einer optionalen Latzug- und Rudereinheit mit 1:1-Übersetzung. Ein Rack kann also Zugpunkte mit unterschiedlichen Übersetzungen bieten. Technische Daten des R8 Bradley; Technische Daten des R7 EVO Fighter.
Das sind bestimmte Konfigurationen, keine allgemeine Regel für jedes R7 oder R8. Prüfe die Anleitung und die technischen Daten der Version in deinem Trainingsraum. Produktnamen und verfügbare Optionen können sich ändern.
Leite die Übersetzung nicht aus der Anzahl sichtbarer Rollen ab. Manche Rollen lenken das Seil um, andere verändern die Kraftübersetzung. Maßgeblich ist die Beschreibung des Herstellers zur Seilführung und zum vorgesehenen Zugpunkt.
Zwei Seile bedeuten nicht automatisch eine verdoppelte Gewichtsangabe
Zwei unabhängige Gewichtsblöcke ermöglichen dir, jede Seite separat zu belasten. Notiere bei einer Übung mit beiden Seiten genug Details, damit klar ist, ob sich die Zahl auf jeden Gewichtsblock, jeden Griff oder das Gesamtgewicht bezieht. „20 kg pro Seite“ ist nützlicher als „40 kg“ ohne Erklärung.
Ein Hersteller kann ein spezielles Verbindungsstück zum Kombinieren von Zugpunkten anbieten. Das bedeutet nicht, dass sich Kabelzüge grundsätzlich kombinieren lassen. Verwende nur eine Verbindungsmethode, die für dein Gerät dokumentiert ist; zwei vorhandene Griffe sind keine Aufforderung, sie miteinander zu verbinden.
Prüfe vor der Übungsauswahl, welche Zugpositionen und Aufsätze deine Ausrüstung tatsächlich bietet.
Wähle eine Erfassungsweise und bleib dabei
Für ein persönliches Trainingsprotokoll ist es praktisch, die gewählte Angabe am Gewichtsblock zu erfassen, weil du sie beim nächsten Mal wieder einstellen kannst. Notiere dazu die Übung, den Zugpunkt, die Wiederholungen und das Gerät. Wenn du lieber den effektiven Widerstand erfasst, kennzeichne diese Erfassungsweise und verwende sie durchgehend.
Beispieleintrag: Einarmiges Rudern am Kabelzug · Rack zu Hause, linker verstellbarer Zugpunkt · Gewichtsblock auf 30 kg eingestellt · 10 Wiederholungen pro Seite.
Das ist ein Beispiel für einen Protokolleintrag, keine Empfehlung für ein Arbeitsgewicht.
Wenn du das Gym oder den Zugpunkt wechselst, behandle die erste Einheit als neuen Vergleichspunkt. Halte fest, welches Gerät du benutzt hast, statt eine höhere Gewichtsangabe als Beweis dafür zu nehmen, dass du stärker geworden bist. Auch ein anderer Griff, eine andere Rollenhöhe oder Körperposition verändert die Bedingungen der Übung, die du vergleichst.
Outlift erfasst deine Arbeitssätze und verwaltet die Ausstattung verschiedener Trainingsräume getrennt. Dieser Ratgeber behauptet nicht, dass Outlift die Einstellung am Gewichtsblock jedes Geräts automatisch in eine gemessene Kraft am Griff umrechnet. Prüfe vor der Eingabe von Werten, wie das Gewicht bei der Übung angegeben wird.
Vergleiche wiederholbare Einheiten
Dein Trainingsprotokoll beantwortet eine nützlichere Frage, wenn die Bedingungen klar bleiben: Was hast du bei dieser Übung mit diesen Geräten geschafft? Mehr Wiederholungen bei derselben erfassten Last können aussagekräftig sein; eine größere Zahl an einem anderen Gerät braucht Kontext.
Behalte einige vertraute Übungen in deinem Wochenplan, damit du Einheiten hast, die sich sinnvoll vergleichen lassen. Du musst nicht vor dem Training die Mechanik jedes Geräts durchschauen. Du musst wissen, welche Gerätekonfiguration du verwendet hast und was das erfasste Gewicht bedeutet.
Sollte ich jedes Gewicht am Kabelzug durch zwei teilen?
Die Übersetzung kann sich je nach Gerät oder Zugpunkt unterscheiden, und eine Gewichtsangabe kann bereits den effektiven Widerstand bezeichnen. Orientiere dich an den technischen Daten deiner Geräte statt an einer pauschalen Umrechnung.